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Icebreaker – Bodyfit Base Layer

Icebreaker – Bodyfit Base Layer
Ein Produkttest des Icebreaker Bodyfit Base Layer der noch fast nie als Bodyfit Base Layer getragen wurde.

Der Base Layer der nie als einer getragen wurde

Der Bodyfit Base Layer von Icebreaker wurde in einem lokalen Rampenverkauf zum halben Preis gekauft. Angeworben wurde ich für diesen Outlet von der Barni Post. Die Barni Post ist ein lokales Werbemagazin, welches von mir manchmal am Morgen, mangels jeglicher anderer Lektüre gelesen wird. Das Lesevergnügen dieses Heftes, gefüllt mit lieblos gestalteten Inseraten, kann in etwas dem der Warnhinweise auf einer Shampoo Flasche verglichen werden.

Zurück zum Base Layer, dieser weist mit 140 Franken nicht gerade einen erschwinglichen Preis auf. Folglich kam mir der Rabatt gerade recht als mir mein neues Merino Kleidungsstück ins Auge stach.

Der gelbe Punkt signalisiert die Reduktion um 50% des Merino Base Layers.

Wie man auf dem Foto erkennen kann, handelt es sich bei dem Base Layer um die Grösse XXL. Zwar bin ich nicht gerade von kurzer Statur, jedoch ist ein XXL für eine eng anliegende unterste Schicht für mich deutlich zu gross. Jedoch war es nicht meine Absicht diesen Merino Base Layer erste Schicht zu tragen. Dieser wurde von mir von Anfang an als Pullover missbraucht. Deshalb fällt dieser Produkttest auch unter die Kategorie Alltagskleider. Auch die von mir gewählte Farbkombination von hell und dunklem Blau bot sich besonders gut an um den Base Layer als Pullover zu verwenden.

Produkttest des Merino Base Layers von Icebreaker

Der Merino Base Layer wurde von mir hauptsächlich zum Arbeiten, in der Freizeit und vor dem Computer getragen. Er ist optimal für den Winter und die Übergangsjahreszeiten. Das einzige Merkmal welches den Merino Base Layer als einen solchen auszeichnet, sind die Löcher für Daumen an den Enden der Arme. Ich finde der Base Layer identifiziert sich so stark als ein solcher, dass ich mit dem Gedanken spiele diesen von hier an als Pullover zu bezeichnen. Jedoch wäre dies aus SEO technischen Gründen minder schlau und würde nur zu verwirrten Suchmaschinen führen. Folglich bezeichne ich den Pullover weiterhin als Base Layer obwohl ich mich mit dem Begriff nicht wirklich anfreunden kann. Möchten auch Sie lernen wie man eine Webseite Suchmaschinen optimiert? (Erste Werbung auf Merino – Schweiz überhaupt).

Ein wahres Selfi meinerseits, da ich kein anderes Bild von mir im Icebreaker Base Layer fand.

Die Qualität des Bildes lässt wirklich sehr zu wünschen übrig und ich werde mir für den nächsten Produkttest mehr Mühe geben. Schätzungsweise sollte ich für die Produkttests keine weiteren Fotos mit meine Xiaomi schiessen.

Der Merino Base Layer zeichnet sich aus durch die gewohnt gute Verarbeitung von Icebreaker. Er ist insofern beständig, als das dieser in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Was ich bis jetzt bei allen Produkten von Icebreaker beobachtet habe, war, dass diese auch nach längerem tragen keine Fusel aufweisen. Der Base Layer macht visuell eher den Eindruck, als sei dieser aus Baumwolle hergestellt worden anstatt aus Wolle. Jedoch weist er die Eigenschaften synthetischer Kleidung auf in Kombination mit einem stets neutralen Geruch. Dies auch nach längeren Phasen ohne gewaschen zu werden.

Kritik an Icebreaker und am Base Layer

Die Firma Icebreaker geniest bei Merino Schweiz keinen schlechten Ruf. Hier folgt ein kritischer Abschnitt über wissenswerte Fakten bzw. Firmenentscheidungen. Der getestete Icebreaker Base Layer gehört noch zu jener Produktionsserie mit BAA-Code. Mit dem BAA-Code ermöglichte Icebreaker die transparente Rückverfolgung der Herkunft des jeweiligen Schafes, aus welchem das entsprechende Kleidungsstück gefertigt wurde. Seit 2016 wurde diese Methode jedoch abgeschafft und man muss sich jetzt auf das non-mulesing versprechen von Icebreaker verlassen. In einem Interview mit Bergzeit meinte Rob Fyfe [1] dazu, dass die Kunden den BAA-Code zwar gut fanden, diesen jedoch selten brauchten. Er meinte ganz klar “Es gibt bei Icebreaker kein Mulesing.”. Als Grund für die Abschaffung des BAA-Codes wurde das starke Wachstum von Icebreaker genannt und die Tatsache das Icebreaker Wolle von 187 neuseeländischen Familienfarmen bezieht.

Preistag Merino Base Layer von Icebreaker
Angepriesen für Wandern, Biken, Scheesport und Jagen eignet sich der Merino Base Layer auch hervorragend für Indoor Aktivitäten.

Produktion in Übersee

In dem Interview wurde auch eine weitere spannende Frage in den Raum geworfen und zwar die Produktionsstandorte von Icebreaker. Noch vor 20 Jahren produzierte Icebreaker in Neuseeland, jetzt jedoch alles Übersee. Rob Fyfe, der CEO von Icebreaker meinte dazu, es gäbe keinen neuseelandischen Produzenten die 4 Millionen Kleidungsstücke pro Jahr herstellen könnten. Folglich wird jetzt die Wolle in China gewaschen und zu Garn verarbeitet um anschliessend für Färbung und weitere Verarbeitung nach China, Vietnam, den USA und, speziell bei Socken, nach Italien geschickt wird. [1] Daraus ergibt sich für die Kleider von Icebreaker nicht ein besonders günstiger ökologischer Fussabdruck. Jedoch auch nicht schlechter als bei praktisch allen anderen Kleider. Weiter zu bemängeln gibt es die daraus resultierenden schlechten Arbeitsbedingungen. Bei einer Kleidungsmarke in diesem Preissegment wäre eine europäische Produktion ein schöner Zusatz.

Zur Kaufempfehlung von Merino Schweiz. Zumindest zum halben Preis kann der Base Layer eine klare Kaufempfehlung erhalten. Zum vollen Preis ist dieser zwar von ausserordentlicher Qualität jedoch schon sehr teuer. Die Kaufentscheidung liegt im Ermessen des Lesers und dessen relativen Geldwertes.


Auszeichnungen für den Icebreaker – Bodyfit Base Layer

Der Pullover hat sich durch seine Eigenschaft nicht stark zu Fusel zu neigen und der sonstigen Verarbeitungsqualität das Prädikat “Qualität” verdient.

Quellen und ergänzende Literatur:

  1. Bergzeit, Interview Rob Fyfe

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Odlo – Unterhose Revolution TW X-Warm

Odlo – Unterhose Revolution TW X-Warm
Gran Paradiso zum Sommerende

Ein Erlebnisbericht über die Besteigung des höchsten Berges von Italien und Produkttest meiner langen Odlo Unterhosen, Revolution TW X-Warm, vom 1.September 2017 bis 10.September 2017.

Gran Paradiso, Italien 2017

Der Schulstart rückt immer näher und die bevorstehende Schlechtwetterperiode war Grund genug, uns Richtung Süden zu verschieben. Halbherzig wurde am Freitag Abend via Whatsapp das Wichtigste geplant und schon ging es am Samstag Morgen mit dem umgebauten Lieferwagen eines Kumpels ab nach Martigny. Geplant ist die Besteigung des Gran Paradisos, 4061 müM. Er liegt im Aostatal, im Dreieck I, F und CH und ist der höchste Berg, der ganz auf italienischem Boden steht. Jedoch war dieser nur ein Etappenziel. Bis zur Besteigung erwartete uns noch viel spontaner Sport, darunter insbesondere Wandern, Sportklettern und Radfahren.

In Martigny angekommen haben wir uns noch einmal richtig mit Essen aufgefüllt um dem zu erwartenden Kaloriendefizit entgegenzuwirken. Unser erstes grösseres Ziel war Aosta, was sich auch als kultureller Hotspot unserer Reise herausstellte. Dort wurde dann noch einmal gegessen. Die nächsten paar Tage verbrachten wir hauptsächlich auf dem Velo und erkundeten die Umgebung. Nach 4 Tagen Sonne tanken gingen wir Richtung Gran Paradiso. Dort angekommen war bereits der Camping auf über 2000m in einem grauen Loch drin, was wir in den Temperaturen deutlich zu spüren bekamen. Besonders gegen Abend wurde es kalt und wir verzogen uns früh in unsere Schlafsäcke.

Zwischenlager auf 2800m.ü.M. bei toller Witterung.

Besteigung Gran Paraidso

Am nächsten Tag packten wir unsere Hochalpine Ausrüstung zusammen und machten uns vom Camping mit vollen Rucksäcken 800 Höhenmeter aufwärts. Als einige Stunden später das Zwischenlager aufgeschlagen wurde, merkte der Autor dieses Beitrages, dass er seine Handschuhe vergessen hatte. Glücklicherweise wurden noch leichte Handschuhe gefunden, was die nicht mehr ganz so entspannte Stimmung nach einer hitzigen Diskussion mit vielen Schuldzuweisungen etwas entspannen liess.

An dieser Stelle zogen wir unsere Steigeisen an und liefen in der Seilschaft weiter. Diese Foto wurde jedoch beim Abstieg geschossen, da diese Passage beim Aufstieg noch im Dunkeln lag.

Die Odlo Revolution TW X-Warm eignen sich hervorragend für schweisstreibende Wanderungen bei garstigem Wetter und sind tolle Pyjamahosen, wenn sich die Temperaturen um den Gefrierpunk befinden. Das vorhergehende Bild wurde um 10 Uhr am Morgen geschossen, losgelaufen sind wir jedoch bereits um 5 Uhr. Während der Zeit habe ich die Hosen nicht gewechselt und sie lieferten nach dem loslaufen bereits angenehme Wärme. Die Revolution TW X-Warm Unterhosen arbeiten Schweiss gut aus und bieten deshalb ein breites Temperaturspektrum bei welchem sie getragen werden können.

Produkttest Odlo Revolution TW X-Warm Unterhose

Die langen Odlo Unterhosen sind in erster Linie als warmen Baselayer gedacht in einem mehrschichtigen Kleidungskonzept für extreme Kälte. Da ich mich für die Revolution TW X-Warm Serie entschieden habe, können diese jedoch hervorragend auch als äusserste und einzige Schicht getragen werden bei normaler Kälte. Dabei bieten sie hervorragende Schweissabsorption und Geruchsneutralität bei eher mittelprächtigen Aussehen (wenn als einzige Schicht getragen). Sie bestehen aus 6% Elastan, 71% Merino Wolle und 23% Polyester. Im Gegensatz zu den Merino Socken sind diese also nicht gänzlich aus Merinowolle.

Darstellung: Temperature Control System von Odlo. 

Auf dem Bild erkennbar, deutliche Abnutzungserscheinungen, Einbüssungen im Volumen und Flickspuren.

Die Unterhosen  wurden von mir bereits während einigen Wanderungen und als Pyjamahosen bei tiefen Temperaturen getragen. Man merkt, dass diese nicht als äusserste Schicht gedacht sind, da man ihnen ihr noch nicht so fortgeschrittenes Alter gut ansieht. Auch werden diese sehr häufig mit der Waschmaschine gewaschen, sodass sie einiges an Volumen eingebüsst haben.

Blick auf den Gipfel. Wenn man das erste Bild vergleicht, sieht man den Weg welcher auf diesen Vorsprung geführt hatte.

Gipfelsturm mit den Merinohosen

Unsere Seilschaft war an diesem Tag die erste Gruppe welche den Gipfel erreichte. Wir erreichten den Gipfel um ca. 8 Uhr. Da dieser sehr exponiert war und folglich stark windig, waren die Hosen an diesem Punkt deutlich zu kalt da sie keinerlei Windschutz boten. Auf dem Gipfel zog ich meine Jacke erneut an und wir assen in einem kleinen Felsspalt ein paar Gummibären. Anschliessend haben wir uns von dem Plateau, welches im nächsten Foto zu sehen ist, abgeseilt um die ankommenden Seilschaften nicht queren zu müssen.

Garstiges Wetter auf dem Gipfel des Gran Paraisos. 

Auszeichnungen für die Odlo Revolution TW X-Warm Unterhose

Die Unterhosen haben sich durch ihre hervorragende Schweissabsorption das Prädikat “Qualität” verdient.